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Sachsen
Donnerstag, 3. Juni 2010 11:15
Sachsen startet spät und nass in die Erdbeersaison

Sachsen startet spät und nass in die Erdbeersaison

Trotz ungünstiger Witterung hoffen Landwirte auf gute Ernte  

Gemeinsam mit der 14. Sächsischen Blütenkönigin Stephanie I. hat Landwirtschaftsminister Frank Kupfer am 3. Juni 2010 in der Sonnenfrucht GmbH Thümmlitzwalde (Landkreis Leipzig) die diesjährige Erdbeersaison eröffnet, teilt das Sächsische Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft mit.
 
Aufgrund der nasskalten Witterung in den vergangenen Wochen hat sich der Erntestart um etwa zehn Tage verspätet. Dennoch hoffen die Anbauer auf eine gute Erdbeerernte.
„Noch ist nichts verloren. Frühe Sorten wie ’Darroyal’ und „Clery“ können trotz des kühlen Mais bereits geerntet werden. Außerdem dauert die Haupternte der ersten Frucht des Jahres noch bis Mitte Juli.
Schon wenige Sonnentage reichen aus, um die Beeren auf den Feldern reifen zu lassen“, machte der Minister den Landwirten Mut.

Insgesamt 32 sächsische Betriebe bauen in diesem Jahr auf über 500 Hektar Erdbeeren an. Das entspricht in etwa dem Vorjahresniveau. Rund zwei Drittel bieten die Möglichkeit zur Selbstpflücke.
„Egal ob Supermarkt, direkt beim Erzeuger oder selber gepflückt: Erdbeeren aus Sachsen sind aufgrund der längeren Reifezeit und der kurzen Transportwege deutlich aromatischer und schmackhafter als Importware“,betonte Kupfer. „Frische Erdbeeren sind aber nicht nur köstlich, sondern auch sehr gesund. Sie haben einen höheren Vitamin C-Gehalt als Orangen oder Zitronen und sind mit lediglich
33 Kilokalorien pro 100 Gramm ein echter Schlankmacher“, so der Minister weiter.

In Sachsen werden rund 20 verschiedene Erdbeersorten angebaut. Wegen ihrer guten Pflück- und Haltbarkeit ist die Sorte „Elsanta“ mit rund 50 Prozent am häufigsten vertreten. Von Bedeutung sind außerdem noch die Sorten „Honeoye“, "Darselect“,„Sonata“ und „Korona“ (jeweils fünf bis zehn Prozent).

Der Gesamtertrag lag in den Jahren 2006 bis 2009 regelmäßig zwischen 4 000 und 5 000 Tonnen. Damit ist die Erdbeere nach Apfel und Sauerkirsche das drittwichtigste Obst im Freistaat. Jeder Sachse genießt pro Jahr im Durchschnitt 2,5 Kilogramm Erdbeeren.




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